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Malerei

Eine Kamasan - Malerei in Klungkung

Von einer traditionellen Malerei kann man in Indonesien nicht sprechen. Ausgenommen hiervon ist jedoch Bali. Hier wurde die sogenannte Kamasan-Malerei bereits im 14. Jahrhundert entwickelt. Bis heute noch wird im Dorf Kamasan nach dieser Methode gezeichnet. Geprägt ist diese Form von Malerei von den hinduistischen Epen Mahabharata und Ramayana, was die Darstellung der Götter, wie zum Beispiel Arjuna, der Dämonen und Geister deutlich beweist. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Kamasan-Stil durch chinesische und auch europäische Elemente verändert. Zu Beginn der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts änderte sich der Stil dann gänzlich. Dies geschah durch äussere Einflüsse wie interessierte Touristen, die Kolonialmacht der Holländer und europäische Künstler, die damals auf die Insel gelangten.

Zwei von ihnen waren die Deutschen Rudolf Bonnet und Walter Spiess. Sie sollten die balinesische Malerei noch entscheidend prägen. Der Hintergrund der Bilder wurde zunehmend genutzt und mehr und mehr waren die Motive vom alltäglichen Leben - den Reisfeldern, Festen und Tänzen - der Balinesen geprägt. Die Werke wurden zudem dreidimensional. Walter Spiess wirkte auch mit, die Künstlervereinigung Pita Maha zu gründen in der sich die Maler Ubuds, dem Künstlerzentrum Balis, zusammenschlossen. Die Vereinigung hatte sich zum Ziel gesetzt, die balinesischen Künstler bei der Organisation von Ausstellungen und beim Verkauf ihrer Werke zu unterstützen. Sie half aber auch den Künstlern von Kamasan ihren Stil fortzusetzen. Einen Einblick in die moderne Malerei gewährt beispielsweise die Seniwati - Gallery ( Art by Woman ) in Ubud; eine Galerie, die sich die Förderung von Künstlerinnen zur Aufgabe gemacht hat. Den Verweis auf die Seite der Galerie finden Sie in der Linksammlung.

The River - Gusti Agung Galuh

Stellvertretend für die balinesische Malerei stehen auch die einzigartigen Holzmasken balinesischer Künstler. Für eine Ansicht klicken Sie bitte hier .

Ein wesendlicher Einfuss der westlichen Kultur war auch die Signatur. Immer mehr Künstler auf Bali kennzeichnen ihre Werke, da dies von Sammlern und Touristen gewünscht wird. Zuvor taten die Balinesen dies nicht, da sie ihre Bilder für die Götter schufen und nicht die eigene Person im Vordergrund stand. Auch heute noch ist es in Kamasan nicht üblich zu signieren.