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Weitere Highlights

Alexander-Newski-Kloster

Alexander-Newski-Kloster

Das 1710 am Beginn des Newski-Prospektes gegründete Alexander-Newski-Kloster ist ein bekanntes russisch-orthodoxes Kloster in Sankt Petersburg, welches auf Geheiß Zar Peter des Großen an der Stelle errichtet worden sein soll, an dem angeblich der russische Nationalheld Alexander Newski die Schweden besiegt haben soll. Er gilt als Heiliger der russisch-orthodoxen Kirche. Im Jahre 1797 erhob Paul I. die Kirche zur Lawra, dem höchsten Status, den ein Kloster erhalten kann und von denen nur 4 in Russland existieren. Auf dem Gelände befindet sich der Sitz des Metropoliten sowie das Grab Alexander Jaroslawitsch Newskis, der Lazarus-Friedhof und der Tichwinder Friedhof mit zahlreichen Gräbern prominenter Persönlichkeiten.

Grabmal Tschaikowski`s

Der 1716 eingeweihte Lazarus-Friedhof beherbergt unter anderem zahlreiche Gräber adliger Mitbürger, Wissenschaftler und wichtiger Architekten, die das russische Reich geprägt haben. Im Gegensatz dazu sind auf dem Tichwiner Friedhof unzählige Künster, Komponisten und Schriftsteller, zu denen Fjodor Dostojewski, Modest Mussorgski, Nikolai Rimski-Korsakow, Anton Rubinstein und Pjotr Iljitsch Tschaikowski zählen.

Kasaner Kathedrale

Kasaner Kathedrale in Sankt Petersburg

Die Kasaner Kathedrale ist ein auffälliger Sakralbau am Newski-Prospekt im Zentrum der Stadt, welcher in der Zeit von 1801-1811 erbaut wurde. Den Auftrag dazu gab Zar Paul der I. kurz vor seiner Ermordung. Sie sollte dem Petersdom in Rom ähneln, wurde aber von dem Architekten Andrei Woronichin derart mit russischen Einflüssen verändert, dass nur noch die Kolonnade und die Kuppel eine Erinnerung an das römische Vorbild wachrufen. Das Besondere an diesem Kirchengebäude ist, dass der Altar in russischen Kirchen grundsätzlich im Osten errichtet wurde, so dass der Haupteingang im Westen einer jeden Kirche zu finden ist. An der Kasaner Kathedrale befindet sich die Kolonnade jedoch nicht wie allgein üblich an der Frontseite des Baus, sondern wurde zum Newski-Prospekt hin erstellt, wodurch die sie sich an der Nordseite entlangzieht.

Bekannt wurde die Kirche dadurch, dass vor ihr im Jahre 1876 die erste sozialrevolutionäre Demonstration auf russischem Gebiet stattfand und in ihr bis 1904 die Ikone der Gottesmutter von Kasan zu sehen war. Darüber hinaus war sie in der Zeit von 1932-1990 Museum für die Geschichte der Religion und des Atheismus, bevor sie ab 1990 in ein Museum für Religionsgeschichte umgewandelt wurde. Zudem finden in einem Seitenflügel seither auch wieder Gottesdienste statt.

Das Innere des sakralen Bauwerks erinnert jedoch mehr an einen Palast, denn an ein Kirchgebäude, was jedoch auch bereits vor der Oktoberrevolution so gewesen ist. So finden sich neben vielen Schmuckstücken dort zusätzlich weltliche Dinge wie die erbeuteten Fahnen und Trophäen russischer Siegeszüge. Auch das Grab des glorreichen Feldmarschalls Michail Illarionowitsch Kutusow kann in der Kathedrale bestaunt werden.

Blutskirche

Blutskirche von Außen

Eine weitere Sehenswürdigkeit Sankt Petersburg`s ist die sogenannte Blutskirche, welche sich am Gribojedow-Kanal, in unmittelbarer Nähe des Newski-Prospekts, befindet. Sie wurde in der Zeit von 1883-1912 durch den Architekten Alfred Parland im Auftrag des Zaren Alexander der III. errichtet und wird auch Erlöserkirche oder Bluterlöserkirche genannt. Sie ist die einzige Kathedrale in Sankt Petersburg, welche Zwiebeltürme trägt und wurde dem Vorbild der Basilius-Kathedrale in Moskau nachempfunden. Somit ragt sie aus dem Gesamtkonzept der Stadt hervor, da sie das einzige Gebäude ist, welches nicht nach klassizistischen westlichen Baustilen erbaut wurde.

Ein Altar der Blutskirche

Der Grund ihres Entstehens liegt in dem Attentat auf Zar Alexander den II., welcher an auf offener Straße durch ein Bombenattentat getötet wurde. Ihm zu Ehren ließ sein Sohn daher um den Anschlagsort eine Kirche errichten, um so das Andenken seines Vaters zu bewahren. Aus diesem Grund lässt sich in der Kathedrale auch ein Stück der alten Straße erkennen, auf welcher der Zar zu Tode kam.

Deckengestaltung der Blutskirche

In der Vergangenheit diente die Kirche jedoch auch anderen Anlässen. Ursprünglich als Gotteshaus entworfen, diente sie aber nie sakralen Anlässen. Vielmehr wurde sie als Konzerthalle und Museum genutzt, später dann als Theater. Auch gab es sowohl in Russland als auch der Sowjetunion mehrfach die Planungen, den Bau wieder abzutragen und die Fläche anderweitig zu bebauen. Allerdings wurden diese Gedanken nie verwirklicht. Das dennoch vorhandene Desinteresse führte allerdings dazu, dass das Gebäude über Jahrzehnte für die Öffentlichkeit verschlossen blieb und erst in den 90-er Jahren nach langer Restaurierung wieder als Museum für die Bevölkerung zugänglich gemacht wurde.

Blutskirche im Inneren

Das Innere der Kathedrale ist von einer flächendeckenden Mosaikgestaltung geprägt, welche sich auf 7.000 Quadratmeter erstreckt und kennzeichnend ist für altrussische Sakralbauten. An der Außenseite der Kirche finden sich ebenfalls Verzierungen, die größenteils aus Mosaiken bestehen.

Museum der Kriegsflotte

Gebäude der alten Börse

Als weitere Sehenswürdigkeit gilt das Zentrale Museum der Kriegsflotte, welches auf der Wassiljewski-Insel, unweit der Peter-und-Paul-Festung befindet und 1709 gegründet wurde. Die Wassiljewski-Insel, auch Strelka genannt, besteht aus einer kleinen natürlichen Insel, welche die Newa in die Große und Kleine Newa aufspaltet. An sich bezeichnet das Zentrale Museum eine politische Aufklärungs- und wissenschaftliche Forschungseinrichtung der Seekriegsflotte der UdSSR, heute der russischen Marine, aber seit 1940 ist es zugleich auch ein Seekriegsmuseum, welches der Bevölkerung offensteht.

Die Einrichtung ist im Moment in dem historischen Gebäude der Sankt Petersburger Effektenbörse untergebracht, welches von 1805-1810 an einem historischen Handelsplatz errichtet wurde. Historisch daher, da diese Insel bereits sehr früh in der Geschichte der Stadt als Stelle des Warenumschlags in Erscheinung getreten ist. Derzeit ist geplant, das Objekt wieder als Börse zu nutzen und die russische Rohstoffbörse dort anzusiedeln. Dies würde einen Umzug des Museums bedeuten, welcher derzeit jedoch noch nicht terminlich abzusehen ist.

Die Ausstellungsräume des Seekriegsmuseums beinhalten heute unzählige Exponate aus der Marinegeschichte, darunter ein Boot, mit welchem bereits Zar Peter der Große als Kind gesegelt sein soll und welches ihn bei der Planung der Stadt und der maritimen Zukunft Russlands inspiriert haben soll. So besagen Erzählungen, dass er dieses Schiff als Kind gefunden haben soll und sich im ersten Augenblick darin verliebt hätte, so dass er mit dem Schiff aufwuchs und immer von einer wunderschönen Hafenstadt geträumt habe.

Als Außenstellen des Museums gelten unter anderem auch die Festung Kronstadt und der Panzerdeckkreuzer „Aurora“, auf den in dem Webseiten-Kapitel „Aurora“ näher eingegangen wird.

Brückenlandschaft

Trinity-Brücke

Außerdem fasziniert Sankt Petersburg durch viele seiner Brücken, welche sich über die mächtige Newa spannen. Einige von ihnen sind von sehr berühmten Architekten entworfen worden. Ein Beispiel dafür ist die Trinity-Brücke, welche zur Peter-und-Paul-Festung führt und durch den französischen Architekten Gustave Eiffel, welcher auch den Eiffelturm in Paris entwarf, konzipiert wurde. Sie wurde 1903 errichtet und verbindet seither die Seite des Marsfeldes, welche früher als Paradeplatz und Friedhof der Gefallenen diente mit der Petrograder Seite.

Palast-Brücke

Die schönste Brücke der Stadt ist sicher die Palast-Brücke, welche sich vom Winterpalast und der Admiralität zur Strelka, der Wassiljewski-Insel hinzieht. Sie wurde 1916 für den Verkehr freigegeben, allerdings erst 1939 endgültig fertiggestellt, nachdem die letzten Ornamente, Verzierungen, Geländer und Lampen montiert worden waren. Sie ist eine der Anziehungspunkte während der Zeit der weißen Nächte.