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Isaak-Kathedrale

Die Isaak-Kathedrale (offizielle Bezeichnung: Kathedrale des Heiligen Isaak von Dalmatien) geht auf das Jahr 1707 zurück, als ihm zuehren an der Nordseite des Isaak-Platzes eine erste Holzkirche gebaut wurde. Sie hat ihren Hintergrund in der Tatsache, dass der Gedenktag des Heiligen der russisch-orthodoxen Kirche mit dem Geburtstag Peter des Großen zusammenfiel.
Da die Kirche aufgrund der rasanten Bevölkerungsentwicklung der Stadt jedoch bald zu klein wurde, wurde sie bereits im Jahr 1717 durch einen größeren Steinbau ersetzt, der zur Kathedrale geweiht wurde. Allerdings fiel dieser Bau einem Feuer zum Opfer und so beauftragte Katharina die II. den italienischen Architekten Antonio Rinaldi 1764 mit dem Bau einer neuen Kathedrale.
Allerdings verließ er 1790 Russland, ohne den Bau zu vollenden, was darin endete, dass die Fortführung des Arbeiten eingestellt wurde. Im Jahre 1798 baute Vincenzo Brenna an der Kathedrale weiter, die 1802 eingeweiht werden konnte. Aus Kostengründen war es jedoch nicht möglich, den Glockenturm und die fünf geplanten Kuppeln zu errichten, statt dessen begnügte man sich mit einem Kuppelbau.

Nachdem die russischen Truppen im Vaterländischen Krieg über Napoleon den I. gesiegt hatten, entschied Alexander der I., die Isaak-Kathedrale umzugestalten und sie zu einem Nationaldenkmal zu machen. Dafür schrieb er im Jahre 1816 einen Wettbewerb aus, den der französische Architekt Auguste Ricard de Montferrand gewann. Dieser entschied 1818 den Vorgängerbau teilweise zurückzubauen und nur den Altarraum für das neue Gebäude zu übernehmen. Um jedoch den Untergrund an die neue Dimension der Kirche anzupassen, war es notwendig, den sumpfigen Untergrund zu fundamentieren. Dies geschah mit 11.000 Baumstämmen, die dazu in den Boden gerammt wurden. Im weiteren Verlauf kam die Errichtung zwar noch einige Male ins Stocken, da man die fachliche Kompetenz Montferrands anzweifelte, doch dann konnte die Kathedrale im Jahre 1858 übergeben werden. Seither ist sie die größte Kirche Sankt Petersburg`s. Mit einer Länge von 111 Metern, einer Breite von 97 Metern und einer Höhe von 101,5 Metern hat sie wahrlich gigantische Ausmaße und zählt zu den größten Sakralbauten der Erde. Ebenso beeindruckend ist ihre Hauptkuppel, die einen Durchmesser von 26 Metern misst und mit etwa 100 kg Gold verkleidet wurde. Das Innere der Kirche bietet mit 10.767 m² Platz für 14.000 Menschen.
In der Kathedrale wurden bis zum Jahre 1928 Gottesdienste abgehalten, bevor in dem Gebäude 1931 ein antireligiöses Museum eingerichtet wurde, das 1931 eröffnet wurde.
Im Rahmen des Zweiten Weltkrieges wurde die Kirche sehr schwer beschädigt und so begannen nach Kriegsende aufwendige Restaurierungsarbeiten, die sich bis 1960 hinzogen. Allerdings blieb der Sakralbau bis 1990 ohne religiöse Aufgabe, da erst dann wieder ein festlicher Gottesdienst abgehalten wurde. Die letzten Rekonstruktionsarbeiten fanden von 1994 – 2003 statt, in deren Zuge die Kircheneinrichtungen aufwendig restauriert wurden und seither wieder der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Heute finden auch wieder hohe religiöse Feierlichkeiten in der Isaak-Kathedrale statt.
Das innere der Kirche besticht durch über 200 zumeist großformatige Gemälde und Mosaiken sowie zehn große Säulen aus Malachit und zwei aus Lapislazuli. Die Wände sind mit verschiedensten Marmorarten, Edel- und Halbedelsteinen verziert.
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