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Weitere Highlights
Alexandergarten

Nahe des Roten Platzes befindet sich der Alexandergarten, eine öffentliche Parkanlage, die zwischen den Jahren 1819-1823 geschaffen wurde und sich auf einer Länge von 865 Metern unmittelbar an den Kreml sowie den Roten Platz anschließt. Ihr Name geht auf Zar Alexander I. zurück, welcher zu der Zeit Regent des Russischen Reiches war.
Bereits kurz nach seiner Fertigstellung entwickelte er sich zu einem beliebten Freizeitziel von jung und alt, von einheimischen Spaziergängern und Touristen gleichermaßen. Charakteristisch für die Anlage sind ihre langgezogenen Alleen und umfangreichen Rasenflächen, die im Sommer stets zum Verweilen einladen.
Im Park befindet sich auch eine großzügige Wasserspielanlage, die im Sommer zum Träumen einlädt oder in lauen Nächten romantischen Paaren eine wunderschöne Kulisse bietet.
Grab des unbekannten Soldaten
Bestandteil der Anlage ist ebenfalls das Denkmal des unbekannten Soldaten, welches am 08.05.1967 eingeweiht wurde. Es steht stellvertretend für die vielen unbekannten Söhne und Väter, die während des zweiten Weltkrieges ihr Leben für die Verteidigung der Sowjetunion gegeben haben.
Das Denkmal zeigt eine russische Fahne, die an der Ewigen Flamme, welche dort für den unbekannten Soldaten brennt, niedergelegt wurde. Das Mahnmal wird rund um die Uhr von 2 Soldaten der russischen Armee, welche zur Leibgarde des Präsidenten gehören, bewacht, um den Verstorbenen die militärische Ehre zu erweisen.
Um nicht nur Moskauer Kriegsgefallenen zu gedenken, finden sich rund um das Ehrenmal verschiedene Sockel, auf denen jeweils der Name einer russischen Stadt angegeben ist, hier Leningrad, dort Smolensk, Kiew, usw.
Als Besucher hat man zur jeden vollen Stunde die Gelegenheit, den Wachwechsel zu beobachten, bei dem die Soldaten salutieren, das Gewehr präsentieren und anschließend das Mahnmal im Stechschritt wieder verlassen.
Häufig kommt es vor, dass Brautpaare direkt auf ihrem Weg vom Standesamt am Denkmal des unbekannten Soldaten Halt machen, um dort Blumen niederzulegen. Sie sehen es als Pflicht, sich bei ihren Vorfahren für dessen aufopferungsvollen Kampf zu bedanken. Aus der gleichen Intention heraus besuchen aber auch Schulklassen zum Beispiel das Mahnmal.
Bei meinem Aufenthalt in Moskau fand dort gerade eine kleine Militärparade statt, die aus Anlass des Jahrestages der Grenztruppen am Ehrenmal veranstaltet wurde. So haben verschiedenste Einheiten Auszeichnungen bekommen und anschließend am Denkmal Kränze niedergelegt.
>> Sieben Schwestern <<
Als weitere Sehenswürdigkeit erheben sich hoch über der Stadt Moskau die Sieben Schwestern, auch Stalinfinger oder Stalins Kathedralen genannt. Es sind sieben Gebäude identischen Ausmaßes mit einer Höhe von bis zu 240 Metern, die im Zuckerbäcker-Stil erbaut und von Stalin 1947 in Auftrag gegeben wurden. Gemäß seiner Philosophie sollten sie anders sein als vergleichbare Werke in den USA. Bei ihnen sollte Schönheit statt Funktionalität im Vordergrund stehen und sie sollten damit das Sinnbild der neugeschaffene sowjetische Lebensform sowie des Sozialismuses darstellen.
Nach der Fertigstellung der Hochhäuser sollten sie später ebenfalls in anderen sozialistischen Ländern errichtet werden. So findet sich unter anderem in Warschau der Kulturpalast, welcher zumindest dem Turm der Sieben Schwestern sehr ähnlich erscheint. Auch in der DDR waren Nachbildungen dieser Bauten geplant, so zum Beispiel in Berlin, Leipzig, Dresden und Magdeburg.
Heute beherbergen die Gebäude die Lomonossow-Universität, das russische Außenministerium, das Ministerium für Schwerindustrie, das Hotel Ukraina, das Hotel Leningradskaja sowie 2 Appartementkomplexe.
Ljubljanka
Eine der Institutionen, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion einen neuen Namen erhalten hat, ist der sagenumwobene Geheimdienst KGB, der heute unter dem Namen FSB an historischer Stätte firmiert. Ursprünglich als Versicherungsgebäude errichtet, beherbergt die Ljubljanka in der Moskauer Innenstadt, unweit des Kremls, das Direktorat des russischen Geheimdienstes. Als Begründer des KGB gilt Felix Dzierzynski, welcher 1917 gleichzeitig Gründer und Leiter der Vorläuferorganisation Tscheka war. Deshalb wurden viele Spione zu kommunistischer Zeit Tschekisten genannt.
Das Synonym Ljubljanka fand während der Sowjetzeit in der Moskauer Bevölkerung jedoch auch Verwendung, wenn eine Person kaum wahrnehmbar verhaftet wurde und anschließend als verschollen galt. Grund dafür sind die ausgedehnten Zellentrakte im Keller des Gebäudes, in denen seit ca. 1920 hunderttausende Menschen verhört und teilweise gefoltert wurden. So war es üblich Gefangene tagelang nicht schlafen zu lassen oder sie in enge, einschnürende Handschellen zu legen, ihnen Gewalt anzudrohen oder entsprechende Maßnahmen anzuwenden. Infolge dessen starben viele der Gefangenen in den Katakomben, sei es, dass sie sich das Leben nahmen oder durch den Strang bzw. Erschießungen getötet wurden.
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