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Topographie

Bali ist Bestandteil der Republik Indonesien.
Indonesien ist mit ca. 2,0 Millionen km² Fläche der größte Archipelstaat der Welt. Er erstreckt sich vom asiatischen Kontinent bis nach Australien und verläuft beiderseits des Äquators. Die Ausmaße dieses Landes sind gigantisch. Es besteht nach Satellitenzählungen aus 17.508 Inseln. Die Breitenausdehnung beträgt bis zu 1.890 km und etwa 5.200 km misst die maximale Ost-West-Ausdehnung.
Letzteres entspricht mehr als 1/8 des Erdumfangs.
Dieses zersplitterte Inselreich ist der Lebensraum für ca. 360 verschiedene Völker mit jeweils eigener Kultur und Tradition. Es gibt in Indonesien mehr als 750 verschiedene eigenständige Sprachen und mehrere hundert Dialekte. Um eine einheitliche Verständigung zur gewährleisten, wurde 1928 die Einheitssprache Bahasa Indonesia verfaßt, die aus dem Malaiischen stammt.
Das indonesische Hoheitsgebiet ist zerstückelt in kleine und grosse Inseln, tiefe Seegräben und hohe vulkanische Gebirgsketten, von denen auch noch viele aktiv sind. Der Inselstaat liegt inmitten des sogenannten "Ring aus Feuer", einer der aktivsten Vulkanketten der Erde. Pro Jahr registriert man hier etwa 500 - 1.000 See- und Erdbeben. Eine der größten Katastrophen ist unzweifelhaft der Ausbruch des Krakatau am 27.08.1883, der 36.000 Menschenleben kostete und eine Energie hatte, die 100.000 Hiroshima-Bomben glich. Ein großer Teil der Vulkaninsel explodierte förmlich und eine gewaltige Staubwolke legte sich über unseren gesamten Planeten und verdunkelte die Sonne.
Seit dem Jahre 2004 wird die Naturkatastrophe von 1883 allerdings von einer weit größeren überschattet, die sich am 26. Dezember ereignet hatte. Grund dafür war ein Tsunami, der sich aus einem Seebeben heraus vor der indonesischen Insel Sumatra entwickelt hatte. Nach Aussage des indonesischen Sozialministeriums kostete diese Flutwelle mindestens 168.000 Menschen das Leben. Das Seebeben der Stärke 9 wurde durch einen Riss in der Erdkruste verursacht, welcher sich auf einer Länge von 1.000 km erstreckte. Neben Indonesien waren davon unter anderem auch die Länder Bangladesch, Indien, Malaysia, Sri Lanka, die Malediven und Thailand betroffen. Angesichts dieses Ereignisses beschlossen die angrenzenden Länder zusammen mit der UN ein Tsunami-Frühwarnsystem zu errichten, dessen Installation in die Hände deutscher Experten gelegt wurde.
Eine weitere Tragödie ereignete sich am 27.05.2006 als ein Seebeben, welches mit einer Größe von 6,2 auf der Richter-Skala gemessen wurde, in der Großstadt Yogyakarta und dem Umland 6.234 Menschen das Leben kostete und hunderttausende obdachlos werden lies. Wenige Tage später, ganauer am 17.07.2006, zerstörte ein weiterer Tsunami die Südküste Javas auf einer Strecke von 200 km. Auslöser war ein Erdbeben der Stärke 7,7 auf der Richter-Skala, das bis in die Hauptstadt Jakarta zu spüren war. Besonders betroffen war die Region um das Touristenzentrum Pangandaran. Diese Katastrophe forderte mehr als 600 Menschenleben und hinterließ 74.000 Obdachlose.
Im Jahr 2007 blieb Indonesien ebenfalls nicht von tektonischen Erdbewegungen verschont. So gab es im September vor den Inseln Sumatra und Sulawesi innerhalb von 72 Stunden mehr als 50 Erdstösse, von denen die schwersten mit den Werten 8,4, 7,8 und 7,2 auf der Richter-Skala angegeben wurden. Selbst viele der Nachbeben waren noch mit einer Stärke von mehr als 6 von nationalen und internationalen Beobachtungsstationen gemessen worden. In Folge der Erdverschiebungen schlug auch erstmalig das Tsunami-Frühwarnsystem aus, welches seit dem Jahre 2004 in Indonesien installiert wurde. Mittlerweile ist es seit dem 11.11.2008 vollständig in Betrieb. Aufgrund dieses neuen Warnsystems war es den Behörden rechtzeitig möglich, die Bevölkerung über die zu erwartenden Flutwellen zu informieren. Glücklicherweise führten diese jedoch nur zu verhältnismäßig geringen Schäden, da die stärkste Welle lediglich auf 3 Meter Höhe anwuchs und sich viele Menschen in Sicherheit bringen konnten.
Auch 2009 ereilten den Inselstaat mehrere Erdbebenkatastrophen. So ereigneten sich in den Monaten September / Oktober 2009 gleich mehrere schwere Erdverschiebungen der Stärke 7,3, 6,3 und 7,6. Letztere fand nahe der Stadt Padang auf der indonesischen Insel Sumatra statt. Die letzten offiziellen Zahlen besagten, dass bei dieser Katastrophe 1.100 Menschen ihr Leben ließen und 133.000 Häuser beschädigt bzw. zerstört wurden.
Der in der Nähe der javanischen Großstadt Yogyakarta gelegene Vulkan Merapi sorgte im Jahre 2010 für Aufmerksamkeit, nachdem sein Krater Unmengen heißer Asche und Lava über den angrenzenden Ortschaften ausgeworfen hatte. Der Merapi gilt als einer der gefährlichen Vukane der Welt. Nachdem ein Ausbruch im Jahre 2006 zwei Menschenleben gefordert hatte, kostete die erneute Eruption etwa 200 Menschen das Leben und führte zur Zerstörung unzähliger Häuser, so dass mehr als 330.000 Menschen evakuiert werden mussten. Ebenfalls von einer drei Zentimenter dicken Ascheschicht wurde der buddhistische Tempelkomplex Borobudur überzogen, der sich in Sichtweite des Vulkans befindet. Aus diesem Grund startete im November 2010 eine große Säuberungsaktion um die Anlage von Aschepartikeln zu befreien. So befürchten Experten, dass die schwefelhaltigen Schichten das Gestein zersetzen und so dem Heiligtum langfristigen Schaden zufügen könnten. Doch auch von Erdbeben blieb Indonesien im Jahre 2010 nicht verschont. Eines der verheerendsten Beben ereignete sich vor den Mentawai-Inseln, einer Inselkette vor der Insel Sumatra. Das dortige Beben hatte einen Tsunami zur Folge, dem etwa 400 Menschen zum Opfer fielen. Das Potsdamer Geoforschungsinstitut, welches für den Betrieb des indonesischen Tsunami-Frühwarnsystems zuständig ist, erklärte, dass es zwar eine defekte Warnboje innerhalb des Systems gegeben habe, diese jedoch nicht relevant für die hohe Anzahl der Toten gewesen sei. Statt dessen lägen die Mentawai-Inseln mit nur 25 km Entfernung zu dicht an der tektonisch aktivsten Stelle des Pazifischen Feuerrings, so dass dort nie ein kompletter Schutz gegeben sein könne.
Wenn gleich diese seismischen Aktivitäten Zerstörungen mit sich bringen können, sind sie für Indonesien aber andererseits auch ein Segen, da die Vulkane die Grundlage für die fruchtbaren Böden liefern, die besonders auf Bali und Java eine intensive landwirtschaftliche Nutzung ermöglichen. Bis zu 3 Ernten pro Jahr können so eingebracht werden.
Hinsichtlich der Fauna und Fauna ist Indonesien zwiegespalten, da es sowohl von der australischen wie auch der asiatischen Tier- und Pflanzenwelt beeinflusst ist. Ein Teil dieser Grenze, die sogenannte "Wallace-Linie", verläuft beispielsweise zwischen Bali und Lombok. Während Bali noch typisch asiatisch geprägt ist, findet man auf der Nachbarinsel Lombok bereits viele australische Einflüsse wieder.
Klimatisch kann Bali, wie ganz Indonesien, dem tropischen Gürtel zugeordnet werden, in dem feuchtes Monsunklima herrscht. Das Jahr ist in die klassischen Trocken- und Regenzeitabschnitte unterteilt. Während die Trockenzeit von April bis September andauert, umfasst die Regenzeit den Zeitraum von Oktober bis März. Diese Zeit ist jedoch nicht von Dauerregen geprägt, vielmehr wechseln sich Niederschlag und Sonne stetig ab. Die Durchschnittstemperatur beträgt 29-30 Grad Celsius, wobei die Höhenlagen mildere Temperaturen aufweisen als die Küstenregionen.
Bali hat ca. 3,0 Millionen Einwohner, wovon etwa 370.000 in der Provinzhauptstadt Denpasar leben. Das Eiland gehört zu der Gruppe der kleinen Sundainseln. Mit 5.620 km² Fläche stellt es einen Kleinod in dem ca. 240 Millionen Menschen zählenden Inselstaat dar, wobei es ungefähr doppelt so gross wie das Saarland ist. Flankiert wird Bali von den Inseln Java im Westen und Lombok im Osten.
Fast 90 % der Indonesier sind moslemischen Glaubens. Desweiteren besteht ein
9 prozentiger Anteil an Christen an der Gesamtbevölkerung. Ein Prozent der Menschen sind Buddhisten. Weitere 2,8 Millionen sind Hindus. Diese kleine Gruppe ist nur auf Bali und West-Lombok anzutreffen.
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